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 Betreff des Beitrags: Der Taxi-Knigge
BeitragVerfasst: Mittwoch 24. Februar 2010, 15:37 
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Der Taxi-Knigge

Es gibt viele Vorschriften und Empfehlungen, wie sich der Taxifahrer seinen Fahrgästen gegenüber verhalten sollte. Was es bislang nicht gibt sind Vorschriften oder Empfehlungen, wie man sich als Fahrgast in einem Taxi zu verhalten hat. Die nachfolgenden Tips wollen Ihnen helfen, sich im Umgang mit dem Taxifahrer ein klein wenig besser zurecht zu finden.
ACHTUNG SATIRE!!

(leider habbich ich mir nicht notiert, wo ich diese seite gefunden habe- auf jeden Fall is die nich von mir. Für Hinweise auf den Verfasser bin ich zu tiefestem Dank verpflichtet!)


Die Taxibestellung
Anstatt irgendeine unpersönliche Zentralennummer zu wählen, sollten Sie sich, vor allem in den Nachstunden, unbedingt die Mühe machen, die Privatnummer des nächstgelegenen Taxiunternehmers herauszufinden und diesen anzurufen. Schließlich sind Taxiunternehmer Personen, die ohne jede Einschränkung rund um die Uhr für Ihren Auftrag zur Verfügung stehen.
Sollte der Unternehmer dabei dann einen Anrufbeantworter geschaltet haben, so sprechen Sie Ihren Beförderungswunsch auf jeden Fall auf Band. Wie Sie selbstverständlich wissen, hört ein Taxiunternehmer in der Regel alle fünf Minuten seinen Anrufbeantworter ab, so daß auch in diesem Fall Ihr Taxi binnen zehn Minuten vor Ihrer Tür stehen wird.

Haben Sie keine Lust diesen Weg zu beschreiten und wollen stattdessen lieber doch bei einer Zentrale oder einem Standplatztelefon anrufen, so sollten Sie beachten:
Sind Sie Stammgast (und das sind all diejenigen, die mindestens einmal im Jahr Taxi fahren) bei einer Zentrale, so blockieren Sie bitte nicht länger als unbedingt notwendig die Telefonleitung und sparen Sie sich wertvolle Telefoneinheiten. Der einfache Satz "Ich bin's! Ich brauch einen Wagen!" reicht vollkommen aus um Ihnen das Taxi zu schicken. Ein guter Telefonist kennt ja schließlich seine Kundschaft.
Rufen Sie an einem Standplatztelefon an, so bemühen Sie sich auch hier die Leitung schnell wieder frei zu machen. Sprechen Sie zügig und ohne Pausen Ihren Namen und Ihre Adresse ins Telefon und legen Sie danach gleich wieder auf. Selbst wenn der Taxifahrer Ihre Adresse nicht ganz verstanden hat ist das kein Problem. Bedingt durch die teilweise erheblichen Wartezeiten am Standplatz sind Taxifahrer regelrechte Rätselfreunde und für derartige Zusatzaufgaben immer dankbar.


Das Taxi kommt
Die Bestellung ist aufgegeben, Ihr Taxi müsste unterwegs sein.
In der Kneipe ist nun die beste Gelegenheit noch ein Bier zur Überbrückung der Wartezeit zu bestellen.
Und daheim? In den Nachtstunden sollten Sie auf keinen Fall die Außenbeleuchtung einschalten da Sie sonst eine Anzeige wegen unberechtigter Erhellung natürlich abgedunkelter Straßenbereiche riskieren und zusätzlich den Taxifahrer um sein Erfolgserlebnis bringen, wenn er die angegebene Adresse endlich gefunden hat.
Tags wie nachts empfiehlt es sich, schon bei der Ankunft des Taxis die Reaktionsfähigkeit des Fahrers zu überprüfen. Verstecken Sie sich dazu in der Nähe Ihres Hauses hinter einem Baum oder einer Mauer und springen Sie kurz vor dem ankommenden Taxi wild wedelnd auf die Straße. Sollte die Reaktion des Fahrers nicht mehr ganz die Beste sein, so können Sie sich nun wenigstens unter dem Fahrzeug einen Überblick über dessen verkehrssicheren Zustand verschaffen.


Der erste Kontakt
Hier sollten wir nun unterscheiden, ob Sie das Taxi bestellt hatten oder am Standplatz einsteigen.
Am Standplatz, und da vor allem in den Nachstunden, sollten Sie stets darauf achten, daß der Fahrer Sie niemals kommen sieht. Schleichen Sie sich an das Taxi und reißen Sie unmittelbar die Fahrzeugtüre (es empfiehlt sich die hintere linke) auf. Der Fahrer wird Ihnen, so er den Vorgang überlebt, danken, daß Sie wieder einmal zur Kräftigung seines Herzmuskels beigetragen haben und Ihnen bietet sich wahrscheinlich ein köstliches Schauspiel.
Danach fragen Sie idealerweise gleich: "Sind Sie frei?" Diese Frage hilft nämlich dem Taxifahrer über das Problem hinweg, wie er es Ihnen erklärt hätte, wenn er es nicht ist. Und da die meisten Taxen an den Standplätzen ohnehin in der Regel bereits mit Auftrag dort warten ist diese Frage von unbeschreiblicher Wichtigkeit.

Egal ob Sie nun ein wartendes oder ein bestelltes Taxi besteigen, veschwenden Sie keine Zeit an irgendwelche Höflichkeitsfloskeln. Ein "guten Tag" in Verbindung mit einer Kurzstrecke lässt Sie ohnehin nur sehr schnell als Zyniker dastehen. Und da "Time" bekanntlich "Money" ist sollten Sie bereits während des Einsteigens laut und vernehmlich das Fahrtziel nennen.


Die Fahrt
In der Zeit, in der das Taxameter läuft, gehört das Auto und natürlich auch der Fahrer uneingeschränkt Ihnen. Richten Sie sich also häuslich ein, verstellen Sie auch auf Kurzstrecken den Sitz nach Ihren Wünschen, wählen Sie im Radio Ihren Lieblingssender und dessen Lautstärke und passen Sie Heizung und Belüftung unbedingt selber Ihren Bedürfnissen an. Der Fahrer ist Ihnen dankbar, daß Sie ihn mit diesen Banalitäten nicht behelligen und daß Sie ihm diese zeitraubenden und nervtötenden Arbeiten abnehmen.

Als Gespächsthemen sind Politik und Religion besonders beliebt. Von hier aus kann man dann ganz zwanglos auf die Lieblingsthemen wirklich aller Taxifahrer überlenken: Fußball und Sex.

Das Ende der Fahrt
Gute Vorarbeit zahlt sich aus. Wer schon im Vorfeld sein komplettes Barvermögen auf möglichst viele Hosen-, Jacken- und Hemdtaschen verteilt hat, kann nun dem Fahrer den Genuß vermitteln mitzufiebern, ob Sie die Fahrt überhaupt bezahlen können. Und die Kleingeldsuche bietet ja auch noch genügend Zeit für kurzweilige Gespräche. Daß der Taxifahrer gerne an diesem Tag noch einen weiteren Fahrgast befördern möchte können Sie dabei völlig ausschließen. Er wartet gerne.

Immer wieder gerne gehört werden dann auch Sätze wie "Sonst fahre ich immer über ...". Ihr Taxifahrer hat sicher Verständnis, daß Ihnen das erst am Ende der Fahrt einfällt und sie den speziellen Fahrtwunsch erst jetzt äußern. In der Regel wird er Ihnen jetzt mit einem 10%igen Preisnachlaß entgegenkommen.

Nach dem Aussteigen sollten Sie dann mit der flachen Hand die Tür an der Scheibe zudrücken. Schließlich haben Sie sich ja nichts vorzuwerfen und können somit bedenkenlos Ihre Fingerabdrücke hinterlassen.

Sicher freut sich Ihr Fahrer jetzt schon wieder bis er Sie das nächste mal als Fahrgast begrüßen darf.

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das Leben ist wie ein Spiel,mal gewinnt man mal verliert man...


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